3 SEO-Mythen auf den Grund gegangen

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Eine auf­re­gende und sehr inter­es­sante Woche neigt sich dem Ende und wir wollen uns in unserem wöchent­lichen Blog­ar­tikel 3 Fra­ge­stel­lungen aus der Welt der Suchmaschinen­optimierung widmen, die schon seit geraumer Zeit Hobby-SEOs und Webmaster rund um den Globus beschäf­tigen. Heute wollen wir diese 3 SEO-Fragen etwas genauer ansehen und sie abschließend beant­worten. Starten möchten wir mit einer sehr aktuellen Frage zum Thema Goolge Mobile Friendly Update.

 

1. Google zeigt nur mehr für Mobil­geräte opti­mierte Websiten an

Anfang des Jahres hat das ange­kün­digte Mobile Friendly Update von Google nicht nur in der SEO-Szene, sondern vor allem auch bei Shop­be­treibern, Web­mastern und Bloggern große Wellen geschlagen. Am 21. April war es dann soweit – Googles Update für Mobil­freund­lichkeit wurde aus­ge­rollt! Dieses Update sollte vor allem Nutzern von mobilen End­ge­räten eine ver­bes­serte Usability bringen. Werden seit dem Rollout aber wirklich nur mehr mobile-opti­mierte Webseiten angezeigt? Diese Frage können wir selbst­ver­ständlich verneinen. Der Algo­rithmus soll zwar für Mobil­geräte opti­mierte Webseiten, Online­shops und Blogs mit höherer Sicht­barkeit belohnen, aller­dings stellt der Algo­rithmus „nur“ auf die Such­ergeb­nisse auf mobilen Geräten ab, NICHT auf Such­ergeb­nisse auf Desktop-Computern. Die SERP auf PCs sind vom Update nicht betroffen. Außerdem heißt es von Seiten Googles, dass mobile-opti­mierte Webseiten lediglich bessere Rankings erhalten als gleich­wertige Webseiten ohne Mobile-Version, nicht opti­mierte Webseiten ver­schwinden aber nicht komplett aus den Such­ergeb­nissen wie viele fälsch­li­cher­weise ange­nommen haben.

Im Grunde lässt sich sagen, dass das Mobile Friendly Update zwar für große Aufregung gesorgt hat, aber tat­sächlich wohl nur die wenigsten betroffen hat. Die meisten Unter­nehmen hatten bereits zuvor für Smart­phones und Tablets opti­mierte Webseiten. Dies hatte nämlich schon vor dem Update gerade im Hinblick auf die Con­ver­si­onrate und die Ver­weil­dauer auf Webseiten enorme Vorteile. Abschließend lässt sich fest­halten, dass qua­li­tativ hoch­wertige Seiten für bestimmte Such­be­griffe oder Such­an­fragen auch ohne Optimierung für Mobil­geräte in den mobilen Such­ergeb­nissen gut ranken werden. Wer testen möchte, ob seine eigene Webseite „mobile friendly“ ist, kann dies unter http://quirktools.com/screenfly machen.

 

2. Die Meta-Keywords sind für Suchmaschinen­optimierung irrelevant

Es stimmt, dass Google die Meta-Keywords aufgrund massiver Spam- und Mani­pu­la­ti­ons­ver­suche ver­schie­denster Webmaster als Ranking-Kriterium aus­ge­schlossen hat. Dennoch sind Meta-Keywords weiterhin sehr wichtig und haben auch einen positiven indi­rekten Effekt bzw. Mehrwert für die eigene Seite. Viele Ver­zeich­nisse oder regionale Fir­men­bücher sowie Social Media Portale lesen die Meta-Keywords dennoch aus und legen somit das Sei­ten­thema für die jeweilige Webseite fest. Diese Portale und Einträge werden regel­mäßig von Google gecrawlt. So kann sich auch Google bezüglich des Websiten-Themas und der Ein­ordnung in ein bestimmtest the­ma­ti­sches Umfeld einen Eindruck ver­schaffen. Wie man sieht, bringen die Meta-Keywords dennoch einen ent­schei­denden Vorteil und sollten unserer Meinung immer noch Teil einer jeden umfas­senden SEO-Optimierung sein, vor allem da der Mehr­aufwand nur sehr gering ist. Es handelt sich hierbei sozusagen um eine soge­nannte „Third-Party-Optimierung“.

 

3. Verlassen User eine Website schnell wieder, wertet dies Google negativ

Ganz so leicht ist es nicht, denn man stelle sich vor ein User sucht über Google eine Infor­mation wie die Adresse eines Restau­rants, eine Tele­fon­nummer einer Behörde oder eine Über­setzung für ein eng­li­sches Wort. Hat der User über die Suche die passende Seite gefunden, wird er die Infor­mation recht schnell entdeckt haben und die Seite auch bald wieder verlassen. Der User ist aber alles andere als unzu­frieden und die Webseite bietet auch die optimalen Infor­ma­tionen für seine Such­an­frage, also kann Goolge die Ver­weil­dauer auf einer Seite nicht einfach so als Ranking Faktor her­an­ziehen. Oder doch? Google kann die einzelnen Webseiten mitt­ler­weile immer besser kate­go­ri­sieren und nimmt daher für ver­schiedene Webseiten unter­schied­liche Werte als „normal“ oder „optimal“ an. Wenn eine kurze Ver­weil­dauer oder eine hohe Absprungrate für einen Onlineshop nicht optimal ist, so kann dies für eine Infor­ma­ti­ons­seite durchaus ein positives Zeichen sein. Google kann Werte und Aus­richtung der Webseiten immer besser ver­knüpfen und daraus seine Schlüsse ziehen. Somit kann dieser Mythos weder mit wahr oder falsch betitelt werden, denn beides ist möglich. Es bedarf einer genaueren Unter­su­chung der On Page-Sta­tis­tiken und Aus­richtung der Webseite.

 

Wir hoffen, wir konnten euch in diesem Blog­ar­tikel 3 all­täg­liche SEO-Mythen etwas näher bringen und Unklar­heiten aus der Welt räumen. Bei Fragen oder Anre­gungen könnt ihr uns natürlich immer gerne kontaktieren.