Was bedeutet Above the fold?

 

ABOVE THE FOLD beschreibt jenen Bereich einer Website, der bei Aufruf zuerst sichtbar ist. Und zwar ohne zu scrollen. Sämtliche Inhalte, die erst durch Scrollen erscheinen, bezeichnet man hingegen als „Below the fold“.

 

Die Bezeichnung „Above the fold“ (deutsch: oberhalb der Falz) stammt ursprünglich aus dem Druckereiwesen. Viele Zeitungen werden noch heute in der Mitte vertikal gefaltet, womit auf den ersten Blick lediglich der obere Bereich des Titelblattes zu sehen ist. Diese Knicklinie wird im Englischen als „fold“ bezeichnet.

Sowohl für Zeitungen als auch Websiten gilt es, mit den Inhalten above the fold, die Aufmerksamkeit der Leser und Besucher zu gewinnen. Online sollen Besucher zudem zum Scrollen angeregt und dazu animiert werden, auch den Rest der Website genauer zu betrachten.


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Was beinhaltet der „Above the fold“ - Bereich?

Der „Above the fold“-Bereich vermittelt einen ersten Eindruck von der Website und deren Inhalte. Nutzer sollen auf Grund eines durchdachten Inhaltlayouts so lang wie möglich auf der Website verweilen und im Idealfall schließlich auch zum Kunden werden.

Sind dort keine interessanten Anknüpfungspunkte für den Besucher vorzufinden, verlässt dieser die Seite meist schnell wieder. Neben relevantem Content, sorgt vor allem eine übersichtliche Navigation für eine höhere Verweildauer auf der Website.

Weniger ist hier oft mehr. Above the fold sollten vorwiegend die eigenen Vorteile kurz hervorgehoben werden und dem User erklären, was sie auf der Seite vorfinden können.

 

Key-Elemente für ein ansprechendes „Above the fold"

 

  • Unique Selling Point (USP) sowie eine kurze Erklärung

Mit dem Alleinstellungsmerkmal oder Unique Selling Proposition (USP) soll einerseits in wenigen Worten die Aufmerksamkeit des Seitenbesuchers erregt, aber auch der Mehrwert der Website kurz und prägnant verdeutlicht werden.

Die Neugier des Nutzers soll geweckt werden und ihn zum längeren Verweilen auf der Seite animieren.

Für den Wiedererkennungswert der Marke oder des Unternehmens ist die prominente Platzierung des Firmenlogos und -namen essentiell. Ist ein neuer Besucher erst einmal von der USP überzeugt, soll dieser die Dienstleistung oder das Produkt auch mit dem entsprechenden Unternehmen in Verbindung bringen können.

  • Einfache Navigation zu den wichtigsten Unterseiten

Zu einem ansprechenden Design des „Above the fold“, zählt auch immer eine intuitive Navigation durch die gesamte Website. Dies verbessert nicht nur die User Experience, sondern kann auch die Verweildauer verlängern und Absprungrate verringern.

  • Kontaktinformationen

Vor allem Onlinehändlern und Dienstleistungsunternehmen wird die auffällige Platzierung ihrer Kontaktdaten above the fold empfohlen. Einerseits um diese ohne Umstände schnell kontaktieren zu können und andererseits auch, um Vertrauen zum Seitenbesucher zu schaffen.

  • Call to Action

Ob eine Handlungsaufforderung bereits im „Above the fold“-Bereich gut platziert ist, muss individuell betrachtet werden. Auf einer Landing Page beispielsweise ist die Implementierung des CTA im oberen Seitenabschnitt auf jeden Fall angebracht. Optimalerweise hat man den „Above the fold“-Abschnitt bereits so designt, dass sich dort eine Call to Action harmonisch einfügen lässt, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

 

Wie für „Above the fold“ designen?

Die größte Herausforderung des „Above the fold“ stellt ihre einheitliche Darstellung auf verschiedenen Endgeräten dar. Wie eine Website einem Nutzer angezeigt wird, hängt von vielen Faktoren ab. Neben dem Endgerät selbst (Smartphone, Tablet, PC etc.), spielen hier auch Bildschirmauflösung, Toolbar-Breite oder Browserfenstergröße eine entscheidende Rolle.

Eine allgemeingültige Designlösung gibt es also nicht. Um unschöne Formatierungen möglichst zu vermeiden, wird ein Responsive Design empfohlen.

Beim Responsive Design wird der gleiche Inhalt in abgestimmter Form auf verschiedenen Endgeräten ausgespielt. In der Regel passt sich dann das Layout einer Internetseite an die Größe des Browserfensters automatisch an. Vorhandene Elemente werden beim Responsive Design somit oft anders strukturiert dargestellt.

Man darf bei einem angepassten Responsive Design jedoch nicht die Key-Elemente des „Above the fold“ aus den Augen verlieren. Trotz der geringeren Auflösung soll der Besucher immer noch Sinn und Zweck der Seite auf den ersten Blick erfassen können.

 

Für mobile Endgeräte besteht auch die Möglichkeit eine eigenständige mobile Website, die beispielsweise über eine Subdomain erreichbar ist, zu entwickeln.

 

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Mit den kostenlosen Online-Tools Am I Responsive?, Window Resizer und Screenfly kann schnell überprüft werden, wie eine Website auf verschiedenen Bildschirmgrößen angezeigt wird.

 

Zudem lohnt sich auch ein Blick auf die Daten von Google Analytics, um zu sehen, welche Bildschirmauflösung die Mehrheit der Seitenbesucher nutzt.

Hierzu einfach in der Besucher-Kategorie „Zielgruppe“ wählen und auf „Browser und Betriebssystem“ klicken. Unter „Bildschirmauflösung“ sind schließlich die gewünschten Daten vorzufinden.

 

Google Analytics Pfad Bildschirmgeräte

 

Relevanz für SEO

Für eine gute Rankingplatzierung in den SERPs von Google sind gewisse Usersignale unerlässlich. Mit einem ansprechenden „Above the fold“-Design kann die Verweildauer erhöht und in Folge dessen die Absprungrate verringert werden – beides sind wichtige Faktoren, die die Relevanz einer Website für Google steigern.

Für ein benutzerfreundliches Design ist es daher ratsam, wichtige Inhalte wie Seitennavigation und Infotexte im direkten Sichtfeld des Besuchers „Above the fold“ zu platzieren. Dies animiert den Nutzer sich näher auf der Website zu informieren und weitere Unterseiten zu besuchen.

 

An dieser Stelle muss man allerdings auch unterschiedliche Browser und Bildschirmauflösungen beachten, da sich der „Above the fold“-Bereich auf Grund der verschiedensten Bildschirmgrößen und –arten von Nutzer zu Nutzer unterscheiden kann. Was auf einem Desktop optimal aussieht, kann bei fehlender Anpassung auf einem Smartphone womöglich schon jegliche Usability-Anforderungen verfehlen. Ein fehlendes Mobile oder Responsive Design kann zu höheren Absprungraten führen. Dies sollte bereits in der anfänglichen Phase des Webdesigns und On Page-Optimierung berücksichtigt werden.

 

2012 führte Google zudem die sogenannten „Top Heavy 1“- und „Top Heavy 2“-Updates durch, mit denen der Such-Algorithmus Webseiten abstraft, die den „Above the fold“-Bereich mit zu viel Werbung versehen. Betroffene Webseiten erfuhren einen zeitweiligen Rückgang an Sichtbarkeit und Traffic.

 

 

Above the fold
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