Panda Penality - Wie kann er vermieden werden?

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In unserem heutigen Blog­ar­tikel möchten wir uns mit Googles Panda Update aus­ein­an­der­setzen und kurz beschreiben, wie man eine Abstrafung vermeiden kann.

Für die meisten „normalen“ Menschen ist der Panda (umgangs­sprachlich auch Pandabär) eine Säu­ge­tierart aus der Familie der Bären mit Kopf­rumpf­länge von 120 bis 150 cm und einem Gewicht von rund 100 bis 150 Kilogramm sowie einer cha­rak­te­ris­tisch schwarz-weißen Färbung.

Soweit so gut – für SEOs hat der Panda aber eine zusäzt­liche Bedeutung, da dies die Bezeichnung für ein im Februar 2011 ver­öf­fent­lichtes Update des Such­al­go­rithmus von Google ist.

 

Worauf zielt das Panda Update?

Ziel dieses Algo­rithmus Updates war es, Seiten mit hoch­wer­tigen Inhalten und Infor­ma­tionen mit Mehrwert für den Besucher in den Such­ergeb­nissen besser zu ranken als Seiten mit schwachen Inhalten. Gleich­zeitig – neben der Schlech­ter­stellung von Webseiten oder Online­shops mit wertlosen oder schwachen Inhalten – wurden auch soge­nannte Content Farmen abgestraft.

Content Farmen (oder auch Content Mill) werden mit dem Ziel möglichst viele Sei­ten­aufrufe („Klicks“) zu generieren mit Texten, Videos oder Bildern gespeist. Die Einnahmen werden durch Werbung generiert. Meist waren/ sind die Texte auf soge­nannten Content Farmen schlecht geschrieben bzw. recher­chiert und bringen dem Leser nur einen geringen Nutzen.

Zurück zu unserem eigent­lichen Thema – dem Panda Update.

Laut Google selbst betraf die erste Aktua­li­sierung des Panda Updates etwa 12% aller Such­an­fragen. Seit dem Start des Algo­rithmus im Jahre 2011 wurde der Panda in regel­mä­ßigen Abständen aktua­li­siert bzw. erneuert.

 

Bekannte bzw. bestä­tigte Panda Updates:

– 18.September 2012

– 22. Januar 2013

– 21. Mai 2014

– Ende September 2014

 

Wie kann man vermeiden in den Filter des Panda Algo­rithmus zu geraten?

 

1.) Hoch­wer­tiger Content mit Mehrwert

Um dem Panda (dem Algo­rithmus nicht dem Bären) aus dem Weg zu gehen, sollte man schlechte Inhalte auf seiner Webseite vermeiden und versuchen hoch­wertige Texte und Inhalte zu verfassen. Schlechter Content kann grund­sätzlich in ver­schiedene Kate­gorien ein­ge­teilt werden:

– Thin Content

Nicht nur die Qualität eines Textes ist von Bedeutung, sondern in gewissem Maße auch die Quantität. Wer auf einer Pro­dukt­seite nur ein paar Zeilen schreibt, macht es Google und womöglich auch dem Besucher schwer zu wissen, worum es auf der Seite gehen soll. Wer keine Infor­ma­tionen bereit­stellt, macht es Google schwer Berüh­rungs­punkte bzw. relevante Keywords zu indexieren.

 

– Auto­ma­ti­sierter Content

Diese Form der Con­ten­ter­stellung sieht man gerade bei großen umfang­reichen Seiten immer wieder. Der Orga­ni­sa­ti­ons­aufwand bzgl. Tex­ter­stellung bei großen Online­shops ist meist nicht zu bewäl­tigen. Daher wird oft auf die auto­ma­tisch erstellten Texte zurück­ge­griffen. Wie man sich vor­stellen kann, ist Google davon nicht sehr angetan.

 

– Duplicate Content

Sind gleiche Texte auf mehreren Seiten ver­öf­fent­licht, spricht man von Duplicate Content. Da ständig gleiche Inhalte für Besucher keinen Mehrwert bieten, ist auch Google längst davon abge­gangen Seiten, die lediglich Inhalte und Texte kopieren mit einem guten Ranking in den SERP zu belohnen. Der Panda ist kein Freund von doppelten Inhalten und bestraft Webseiten, die nicht über unique Texte (zumindest zu einem bestimmten Pro­zentsatz) verfügen, mit schlechten Rankings in den Suchergebnissen.

 

– Irrele­vanter Content

Google kann mit Hilfe von User Signalen fest­stellen, ob Inhalte für bestimmte Such­an­fragen relevant oder irrelevant sind. So gilt es als schlechtes Zeichen, wenn User die Seite schnell wieder verlassen. Stehen Keywords in den Meta Tags, im Title und in der URL, aber im eigent­lichen Text finden sich diese Inhalte nicht wieder, so ist dies ein schlechtes Zeichen für Google.

 

2.) Gute User Signale

Entgegen der Annahme vieler Webmaster sind Backlinks nicht die einzigen Ran­king­fak­toren. Es gibt laut Google weit über 200 Ran­king­fak­toren, welche nicht taxativ auf­ge­zählt sind und eine unter­schied­liche Gewichtung haben. User Signale gehören mit Sicherheit zu den wich­tigsten Ran­king­fak­toren für Google im Jahre 2014. Dazu gehören auch On Page-Kriterien. Für die Bewertung einer Webseite wird neben den Klick­raten, der Bounce Rate und der Time on Site auch die Anzahl der wie­der­keh­renden Besucher herangezogen.

 

– Klickrate

Wenn die Suchenden nicht auf eure Webseite klicken, ist das für den Panda ein Problem. Dies zeigt, dass das Snippet bzw. die Description den Besucher nicht zum Klicken bringt oder er die Marke nicht mag.

 

– Bounce Rate

Wenn User nachdem Sie auf die Ein­stiegs­seite gekommen sind, sofort wieder zurück­kehren, ist dies oft ein schlechtes Signal. In manchen Fällen kann dies auch positiv gewertet werden, da der Besucher schon nach kurzer Zeit seine Infor­ma­tionen finden konnte. Google kann mitt­ler­weile aller­dings ganz gut erkennen, ob es sich um einfache oder komplexe Infor­ma­tionen handelt.

 

– Ver­weil­dauer

Ebenso ist es ein schlechtes Zeichen für Google, wenn die Ver­weil­dauer des Besuchers auf der eigenen Seite relativ gering ist. Google inter­pre­tiert daraus, dass die Qualität der Seite entweder gering ist oder sie nicht die ver­spro­chenen bzw. gesuchten Infor­ma­tionen liefert.

 

– Hohe Anzahl wie­der­keh­render User

Eine hohe Zahl wie­der­keh­render Besucher zeigt Google, dass es sich bei der Webseite um eine hoch­wertige Quelle zu einem bestimmten Thema handelt.

 

3.) Benut­zer­freund­lichkeit

Usability und User Expe­rience sind mitt­ler­weile eigene Teil­ge­biete der Suchmaschinen­optimierung, wofür einiges an Fach­wissen erfor­derlich ist. Dennoch sollte jeder SEO zumindest Grund­kennt­nisse darin haben. Um vom Panda verschont zu bleiben, sollte man seine Webseite ständig wei­ter­ent­wi­ckeln und auf Design, Navi­gation, Mobile Version und Site Speed achten.

 

– Design

In den letzten Jahren hat sich Webdesign ständig wei­ter­ent­wi­ckelt und die User haben mitt­ler­weile einen gewissen Qua­li­täts­standard im Hin­terkopf, der erfüllt werden muss. Alter­tüm­liche Designs ver­an­lassen die Besucher die Webseite schnell wieder zu verlassen ohne sich die eigent­lichen Angebote überhaupt genauer anzusehen.

 

– Navi­gation

Eine einfache und über­sicht­liche Navi­gation ist eines der wich­tigsten Kriterien im Hinblick auf Usability. Die Besucher sollten keine Probleme haben, Angebote oder Produkte auf der Seite finden zu können. Bes­ten­falls sollte jede Unter­seite mit maximal 3 Klicks erreichbar sein.

 

– Mobile Version

Gerade in der heutigen Zeit, wo jeder Handy, Tablet und Ähnliches verwendet, ist die Dar­stellung der eigenen Webseite als mobile Version zwingend notwendig.

 

– Page Speed

Mitt­ler­weile wurde von Google offiziell bestätigt, dass auch die Lade­ge­schwin­digkeit ein Ran­king­faktor ist. Nicht nur aus diesem, sondern auch aus dem Grund, dass die Besucher sehr viel Wert darauf legen, sollte man die Ladezeit der eigenen Seite stets im Auge behalten und opti­mieren. Denn wer möchte schon einen Kunden aufgrund langsamer Ladezeit seiner Homepage verlieren?

 

Fazit: Wer nicht in die Fänge des Panda geraten will, sollte die genannten Punkte stets im Auge behalten und seine Inhalte dahin­gehend ver­bessern, dass nicht nur Google, sondern auch der Besucher und mögliche Kunden zufrieden sind. Dieser dankt es mit positiven User Signalen, welche wiederum positive Aus­wir­kungen auf die Bewertung seitens Google haben.