Wie kann man eine unseriöse SEO-Agentur erkennen?

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Da wir von unseren Kunden immer wieder recht inter­es­sante Geschichten zu ihren bis­he­rigen Agenturen oder Such­ma­schi­nen­op­ti­mierern bzgl. Arbeits­weise und Preis­ge­staltung zu hören bekommen, wollen wir hier ein paar Punkte auflisten, die helfen sollen, unseriöse SEO-Anbieter zu entlarven.

Leider ist es so, dass sich in der Branche sehr viele schwarze Schafe tummeln, einige SEO-Abzocker versuchen immer wieder aus der Unwis­senheit der Kunden (und auch ihrer eigenen Unwis­senheit in Sachen SEO) Kapital zu schlagen. Aller­dings ist es so, dass viele Kunden an diesem Dilemma eine Mitschuld tragen, da sie sich von günstigen Preisen und unrea­lis­ti­schen Ver­sprechen leicht verleiten lassen und meist erst im Nach­hinein zu spüren bekommen, dass SEO nicht gleich SEO ist.

Um dies­be­züglich ein bisschen auf­zu­klären, wollen wir in unserem heutigen Blog­ar­tikel ein paar Punkte auflisten, an denen man  unseriöse SEO Agenturen sehr schnell erkennen kann. Die Liste ist mit Sicherheit nicht voll­ständig, gibt aber einen guten Überblick über die Arbeits­weise vieler „SEOs“.

 

Check­liste – Unseriöse SEO-Agentur

 

1.) Garan­tierte Rankings

Auch wenn es die Kunden sehr gerne hören (würden), niemand kann bestimmte Keyword-Rankings garan­tieren, da hierzu eine Vielzahl an Faktoren mit­ein­be­zogen werden muss, die nicht im Ein­fluss­be­reich einer Agentur liegen. So ist davon aus­zu­gehen, dass auch die Mit­be­werber an ihren Seiten arbeiten und auch Google ständig am Algo­rithmus dreht. Miss­trauisch sollte man auch dann werden, wenn Agenturen leis­tungs­be­zogene Honorare akzep­tieren. Denn meist bedienen sich die Agenturen in diesen Fällen soge­nannten Black Hat-Methoden, um gewünschte Posi­tionen und somit das ver­ein­barte Honorar schneller erreichen zu können. Doch so schnell wie man die Top-Plat­zierung erreicht hat, wird man sie auch wieder verlieren, da Google uner­laubte Methoden heute besser erkennt als je zuvor. Eine abge­strafte Website wieder nach vorne zu bringen, ist dann in der Folge um ein Viel­faches schwieriger.

 

2.) Pau­scha­li­sierte Preise

Immer wieder erfahren wir von unseren Kunden, dass viele Agenturen bei­spiels­weise für die On Page-Optimierung einer Website pau­scha­lierte Preise aufrufen. So haben wir kürzlich bei einem Anbieter gelesen: „On Page Optimierung der gesamten Website: 99€ einmalig“

Wir fragen uns, wie das gehen soll und weshalb hier keine Dif­fe­ren­zierung statt­findet? Denn es macht doch einen großen Unter­schied, ob eine Fir­men­website mit 10 Unter­seiten oder ein Onlineshop mit mehr als 1.000 Pro­dukt­seiten optimiert werden soll.

Wie wir mitt­ler­weile erfahren haben, wird bei solchen Angeboten oft nur die Homepage angepasst oder die wich­tigsten 5 Unter­seiten optimiert. Mit einer umfas­senden On Page-Optimierung bzw. SEO Betreuung hat dies leider nur wenig zu tun. Die 99€ hätte man sich wohl am besten gespart und wäre besser mit seinem Partner schick Abend­essen gegangen – für SEO hätte beides den gleichen Effekt!

 

3.) SEO von Gestern

Suchmaschinen­optimierung ist im Grunde leichter als viele denken (ok, ganz so leicht auch nicht), doch eines ist wichtig: Man muss sich stets aktuell halten und die neuesten Ent­wick­lungen im Bereich SEO verfolgen und gege­be­nen­falls die eigene SEO-Arbeit ständig anpassen. Mehr als 100 Mal im Jahr ändert Google seinen Algo­rithmus. Aus diesem Grund sind viele SEO-Methoden, die noch vor ein paar Jahren als das Non­plus­ultra angesehen wurden, mitt­ler­weile unwirksam – eigentlich oft sogar gefährlich und können heute schnell zu einer Abstrafung seitens Goolge führen.

Alte SEO-Methoden, die man sich von seiner Agentur kei­nes­falls auf­schwatzen lassen sollte, sind: Key­word­s­tuffing in Texten, Doorway-Pages, mas­senhaft Links binnen kürzester Zeit, Links aus öffent­lichen Netz­werken usw.

 

4.) Lange Mindestvertragslaufzeiten

Ganz aktuell hat uns ein Kunde erzählt, dass er bei einer Agentur einen SEO-Vertrag, mit einer Min­dest­laufzeit von 24 Monaten und einem Gesamtwert von 36.000 Euro, unter­zeichnet hat. Die Agentur hatte natürlich top-geschulte Verkäufer, deren Ziel es ist, so viele SEO-Verträge wie möglich an den Mann zu bringen. Aller­dings hätte die Agentur besser auch in gute Such­ma­schi­nen­op­ti­mierer inves­tiert und nicht nur in findige Verkäufer, denn nach 5 Monaten hatte sich keines der zu opti­mie­renden Keywords nach vorne bewegt, sondern jedes einzelne ist weiter nach hinten gerutscht. Auskünfte über die Opti­mie­rungs­maß­nahmen konnte der Kunde leider auch nicht bekommen. Mitt­ler­weile geht er mittels Anwalt gegen die Agentur vor und ist bei der Suche nach einem neuen SEO Partner auf uns gestoßen. Er war völlig über­rascht, dass er bei uns keinen Vertrag mit Min­dest­laufzeit unter­schreiben musste. Wir denken, dass solche Verträge nicht (unbedingt) notwendig sind, denn zufriedene Kunden sind auf Dauer an einer Zusam­men­arbeit inter­es­siert, sodass eine zwang­hafte Bindung mit Vertrag gar nicht notwendig ist.

 

Fazit:

SEO-Maßnahmen sollten immer indi­vi­duell sein und sind daher in den sel­tensten Fällen günstig. Wichtig ist, dass die Agentur über die zukünftige Arbeit Auskunft gibt und einen SEO-Fahrplan vorweisen kann. Ebenso wichtig sind regel­mäßige Reports, ein Tracking der Ranking- sowie Sicht­bar­keits­ent­wicklung und der Besucher- bzw. Conversionszahlen.