Social Media Erfolge messen
5 (100%) aus 3 Bewer­tungen

Social Media-Erfolge messen – Deine KPI für erfolg­reiches Marketing

Anhand von Likes und Shares lässt sich der Erfolg eines Social Media-Postings leicht ein­schätzen. Aber wie kann man über die gesamten Akti­vi­täten Bilanz ziehen? Woher weiß man, ob die aktuelle Kampagne auch erfolg­reich ist?

Um Erfolge im Social Media Marketing zu messen, nutzt man am besten Key Per­for­mance Indi­ka­toren, die im Voraus definiert wurden. Hier möchten wir erklären, was ein KPI ist und warum die Leis­tungs­kenn­zahlen so wichtig für die Analyse und Optimierung des Mar­ke­tings sind.

Wir stellen euch eine breite Auswahl an KPIs für die Erfolgs­messung vor und geben wertvolle Tipps für die Auswahl des richtigen Key Per­for­mance Indi­cators für eure indi­vi­duelle Social Media Marketing-Kampagne.

Download Checkliste Social Media KPI

Was ist ein KPI?

Die Abkürzung KPI steht für Key Per­for­mance Indicator. Im Deutschen spricht man von einem Leis­tungs­in­di­kator oder einer Leis­tungs­kennzahl. Diese dienen zur Ein­schätzung und Messung des Erfolgs betriebs­wirt­schaft­licher Akti­vi­täten.

Jede Maßnahme, die in einem Unter­nehmen durch­ge­führt wird, sollte sich an einer bestimmten Ziel­setzung ori­en­tieren. Ent­spre­chend dieser Ziel­de­fi­nition wird eine Leis­tungs­kennzahl fest­gelegt.

Diese Zahlen können u.a. als Key Per­for­mance Indicator dienen:

  • Täglich pro­du­zierte Stückzahl eines Werk­stückes
  • Erreichter Umsatz im Rahmen eines Sonder-Aus­ver­kaufs
  • Ein­ge­löste Coupons nach einer Wer­be­kam­pagne
  • Download eines E-Books auf einer Lan­dingpage
  • Besuche auf der Webseite im Laufe einer Facebook Ads-Kampagne

KPIs sind nicht nur für das Marketing von Bedeutung, sondern auch für alle anderen Unter­neh­mens­be­reiche, wie bei­spiels­weise die Pro­duktion, den Vertrieb oder das Con­trolling. Die Leis­tungs­kenn­zahlen sämt­licher Abtei­lungen stehen im Interesse der über­ge­ord­neten lang­fris­tigen Unter­neh­mens­ziele.

FACT

Key Per­for­mance Indi­ka­toren helfen dabei, die Effizienz einer unter­neh­me­ri­schen Maßnahme zu ermitteln. Die Messung einer Leis­tungs­kennzahl (KPI), die im Voraus als Ziel einer Aktion definiert wurde, gibt Auskunft über deren Erfolg.

 

Was ist der Unter­schied zwischen KPI & Kennzahl?

Die beiden Begriffe Kennzahl und KPI werden häufig syn­onymhaft verwendet oder ver­wechselt. Zwischen ihnen besteht aller­dings ein bedeu­tender Unter­schied. Unter einer Kennzahl versteht man einen messbaren Wert, wie bei­spiels­weise den Umsatz, die Anzahl bestellter Artikel oder Likes und Shares. Doch alleine anhand dieser Metriken lässt sich nicht ermitteln, wie erfolg­reich ein Unter­nehmen oder wie ziel­führend eine Mar­ke­ting­kam­pagne tat­sächlich ist.

Für die tat­säch­liche Erfolgs­messung einer Maßnahme muss bereits bei der Planung ein Key Per­for­mance Indicator – eine Leis­tungs­kennzahl – bestimmt werden. Die Vor­aus­setzung dafür ist eine ein­deutige und vor allem messbare Ziel­de­fi­nition, zum Beispiel:

  • Stei­gerung der Kun­den­an­fragen über die Lan­dingpage um 20 % bis zum Ende des 2. Quartals
  • Errei­chung von 100 E-Book-Downloads während des Akti­ons­zeit­raums von vier Wochen
  • Ver­dop­pelung der Reich­weite auf der Social Media-Plattform Facebook in einem Zeitraum von sechs Monaten

Am Ende der gesetzten Zeit­spanne kann mithilfe der indi­vi­duell erar­bei­teten Ziel­setzung überprüft werden, wie erfolg­reich die Maßnahme war. Am KPI lässt sich ablesen, zu wieviel Prozent das Ziel erreicht wurde.

TIPP

Wenn der Zeitraum einer Ziel­de­fi­nition abge­laufen ist, bedeutet das nicht, dass sofort auf einen ganz anderen Key Per­for­mance Indicator hin­ge­ar­beitet werden kann. Das Zau­berwort nach dem Ablauf einer Marketing-Kampagne lautet: Eva­luation!

  • Was ist gut gelaufen?
  • Was sollten wir nächstes Mal besser machen?
  • Was müssen wir uns für die folgenden Kampagnen merken?

Unterschied zwischen Kennzahl und KPI

 

Warum braucht man KPIs?

Die deutsche Über­setzung für Key Per­for­mance Indicator – Leis­tungs­in­di­kator – sagt schon alles über deren Nutzen für das Social Media Marketing aus: Es handelt sich dabei um Indi­ka­toren bzw. Anhalts­punkte für die Messung der Leistung bzw. des Erfolgs einer Kampagne in den sozialen Netz­werken.

Die vor­be­rei­tende Analyse der Ziel­gruppe und Aus­ein­an­der­setzung mit den Ziel­set­zungen einer Marketing-Maßnahme hilft dabei, einen klaren Fokus zu setzen. Die Abkehr von der Werbung nach einem vor­ge­schrie­benen „Koch­rezept“ hin zur indi­vi­du­ellen, auf das Unter­nehmen abge­stimmten Planung lohnt sich!

Kenn­zahlen machen nicht nur Leistung messbar, sie haben auch Steue­rungs- und Kon­troll­funktion. Schon während des Aus­spie­lungs­zeit­raums einer Social Media-Kampagne kann der aktuelle Stand der Sta­tis­tiken geprüft werden. Nach Ablauf der Maßnahmen ermög­licht der Soll-Ist-Vergleich die Ermittlung der Effizienz.

Im Rahmen der Eva­luation werden die einzelnen Schritte nach­be­sprochen und die To Dos für die folgenden Maßnahmen notiert: Was haben wir aus dieser Social Media-Kampagne gelernt und wie wirt­schaftlich war sie? Insofern kann man Key Per­for­mance Indi­ka­toren auch eine Infor­ma­ti­ons­funktion zusprechen.

Vorteile von KPI

 

Was kann man mit Social Media Marketing erreichen?

Die Bezeichnung Social Media oder Social Network verrät eigentlich alles über die Ziele, die Unter­nehmen wie Facebook oder Instagram verfolgen: Ein Netzwerk oder eine Plattform bereit­zu­stellen, auf denen sich Menschen unter­ein­ander aus­tau­schen können. Sie können Inhalte erstellen, teilen und dis­ku­tieren. User bekommen die Mög­lichkeit, sich mit Gleich­ge­sinnten zu vernetzen und zu kom­mu­ni­zieren.

Auch Unter­nehmen können ihre Vorteile aus den Social Media-Platt­formen ziehen. Die Nutzer geben dort frei­willig Infor­ma­tionen über sich preis, an denen sich der Algo­rithmus nur all­zu­gerne bedient. Es existiert ein indi­vi­du­elles Profil über jeden User, seinen Lebensstil und seine Inter­essen. Dieses lässt sich im Rahmen einer gezielten Wer­be­kam­pagne stra­te­gisch nutzen.

FACT

Je genauer die Ziel­gruppe einer Social Media Marketing-Kampagne definiert wurde, desto höher ist deren (wirt­schaft­liche) Effizienz und desto geringer ist der Streu­verlust.

Nicht nur Personen sondern auch Unter­nehmen erstellen Profile in Sozialen Medien, in denen sie Content teilen oder mit Kunden in Kontakt treten.

Social Media Marketing ermög­licht:

  • Image­pflege
  • Bekanntheit
  • Reich­weite
  • Absatz­stei­gerung
  • Kun­den­an­fragen
  • Kun­den­kontakt
  • Kun­den­bindung
  • Kun­den­service & Support

Lang­fristig wirkt sich gezieltes und durch­dachtes Social Media Marketing positiv auf den wirt­schaft­lichen Erfolg eines Unter­nehmens aus.

Potenziale des Social Media Marketings

 

Welche KPI für das Social Media Marketing?

Es gibt unzählige ver­schiedene Key Per­for­mance Indi­ka­toren. Sie alle auf­zu­zählen würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Schließlich muss jedes Unter­nehmen selbst die indi­vi­du­ellen Leis­tungs­kenn­zahlen für die jeweilige Social Media-Kampagne defi­nieren.

Trotzdem möchten wir hier einige KPIs vor­stellen, die für die Erfolgs­messung im Social Media Marketing relevant sind.

 

Social Media-Mar­ken­be­kanntheit messen

Je bekannter eine Marke oder ein Unter­nehmen ist, desto eher werden es poten­tielle Kunden in Betracht ziehen. Ein wichtiger Faktor ist in diesem Zusam­menhang ein positives Image nach außen. Bekanntheit hilft nichts, wenn sie mit negativen Kon­no­ta­tionen verbunden ist.

  • Wachs­tumsrate der Follower

Ein KPI, der einfach zu ermitteln aber nur begrenzt aus­sa­ge­kräftig ist, ist die Wachs­tumsrate der Follower und Fans im Laufe eines bestimmten Zeitraums. Um diese Zahl zu steigern, sollte man die Ziel­gruppe, ihre Bedürf­nisse und Inter­essen genau kennen. Ent­spricht der Content diesen Vor­aus­set­zungen, steigt die Wahr­schein­lichkeit für Inter­ak­tionen, Reak­tionen und Shares der Nutzer.

  • Reich­weite

Jedes Social Media-Reporting enthält Kenn­zahlen zur Reich­weite einer Kampagne bzw. eines Beitrags. Darunter versteht man die Zahl der Nutzer, die einen Post gesehen haben. Dies ist ein beliebter Faktor zur Messung der Stei­gerung der Mar­ken­be­kanntheit. Die poten­tielle Reich­weite bezieht die Mög­lichkeit mit ein, dass Follower die Inhalte des Unter­nehmens für ihre Fans teilen.

TIPP

Das Ver­hältnis zwischen Reich­weite und Impres­sionen verrät mehr darüber, wie viele User durch ein Posting erreicht wurden und wie viele es öfter als ein Mal gesehen haben. Das ist unter anderem für die effi­ziente Nutzung von Wer­be­an­zeigen (Ads) wesentlich.

 

Inter­ak­tionen & Enga­gement in Social Media messen

Social Media Marketing lebt stark von der Kom­mu­ni­kation und Inter­aktion mit den Fans. Die Reak­tionen der User sagen viel darüber aus, wie ein Unter­nehmen in der Öffent­lichkeit ankommt. Mithilfe der Inter­ak­tionen lässt sich aber auch der Erfolg einer Mar­ke­ting­kam­pagne eva­lu­ieren.

  • Inter­ak­ti­onsrate

Erfolg­reicher Content regt nicht nur zum Nach­denken und Dis­ku­tieren an. Wenn Postings und Inhalte anspre­chend, inspi­rierend und inter­essant für die Ziel­gruppe sind, wird sie das auch zeigen: Durch Likes, Shares, Kom­mentare und andere Reak­tionen.

TIPP

Anhand der Inter­ak­ti­onsrate kann bei der abschlie­ßenden Analyse einer Kampagne auch evaluiert werden, welcher Content bei der Ziel­gruppe am besten ankommt und für die meisten Inter­ak­tionen sorgt.

Zur Berechnung der Inter­ak­ti­onsrate werden alle Reak­tionen auf ein Posting - Likes, Shares und Kom­mentare - durch die Fol­lo­werzahl dividiert.

Inter­ak­ti­onsrate = [(Likes + Shares + Kom­mentare) / Follower] x 100

Auch diese Key Per­for­mance Indi­ka­toren (KPI) messen das Enga­gement eurer Follower:

  • Enga­gement-Rate
  • Applause-Rate (Beifall-Rate)
  • Ampli­fi­cation-Rate (Ver­stär­kungs-Rate)
  • Virality-Rate (Vira­litäts-Rate)

Die Enga­gement-Rate zeigt an, wie viele Nutzer auf den Content eines Social Media-Profils reagieren und inter­agieren. Die Faktoren Likes, Shares, Kom­mentare und Visitors beein­flussen diesen KPI.

Um die Enga­gement-Rate eines Postings in Prozent zu berechnen, addiert man alle Likes, Shares und Kom­mentare, teilt sie durch die Reich­weite und mul­ti­pli­ziert den Wert mit 100:

Enga­gement-Rate = [(Likes + Shares + Kom­mentare) / Reich­weite] x 100

Für die Enga­gement-Rate exis­tieren viele ver­schiedene Berech­nungs­me­thoden, die ent­spre­chend der indi­vi­du­ellen Ziel­setzung angepasst werden können.

Mit der Applaus- oder Beifall-Rate wird die Zahl aller zustim­menden Reak­tionen (Likes, etc.) eines Beitrags in Relation zu der gesamten Zahl der Fans gesetzt. Durch die Mul­ti­pli­kation mit 100 ermittelt man die Beifall-Rate in Prozent:

Applause-Rate = (Positive Reak­tionen / Zahl der Follower) x 100

Ampli­fi­cation bedeutet im Deutschen Ver­stärkung. Die Ampli­fi­cation-Rate misst, wie oft ein Post im Ver­hältnis zur Anzahl der Fans geteilt wird. Das Sharen von Postings hat einen besonders positiven Effekt auf die orga­nische Reich­weite in den Sozialen Medien. Der Inhalt erreicht eine höhere Zahl an Personen.

Ampli­fi­cation-Rate = (Zahl der Shares / Zahl der Follower) x 100

Zur Berechnung der Vira­litäts-Rate setzt man die Anzahl der User, die einen Beitrag geteilt haben, in Relation zu der Anzahl der Impres­sionen des gleichen Postings:

Virality-Rate = (Zahl der Shares / Zahl der Impres­sionen) x 100

Beratung Social Media Marketing

 

Tipp zur Wett­be­werbs­analyse: Social Share of Voice (SSoV)

Um den Erfolg der eigenen Maßnahmen mit dem Social Media Marketing der Mit­be­werber zu ver­gleichen, nutzt man den Share of Voice-KPI. Die dafür nötigen Faktoren sind direkte und indirekte Erwäh­nungen der eigenen Marke sowie die der Mit­be­werber.

Um den SSoV zu errechnen, teilt man die Anzahl der eigenen Erwäh­nungen durch die Summe der Erwäh­nungen der Mit­be­werber. Mul­ti­pli­ziert man diesen Wert mit 100, so erhält man die Social Share of Voices in Prozent.

Anhand der Share of Voices lässt sich die Bekanntheit eines Unter­nehmens oder einer Marke innerhalb der rele­vanten Ziel­gruppe mit anderen Markt­teil­nehmern in Relation setzen.

 

Social Media Erfolge: Con­ver­sions, Leads & Sales messen

Anhand von Con­ver­sions, Leads und Sales lassen sich die eigent­lichen Erfolge des Social Media Mar­ke­tings ablesen. Sind die Kampagnen in den sozialen Netz­werken durch­dacht und erfolg­reich, wird lang­fristig auch der Umsatz eines Unter­nehmens steigen.

Diese Key Per­for­mance Indi­ka­toren verraten mehr über den Erfolg von Social Media Mar­ke­ting­maß­nahmen:

  • Click-Through-Rate (CTR)
  • Bounce Rate
  • Conversion Rate
  • Leads via Social Media
  • Rate der kon­ver­tierten Leads via Social Media
  • Anzahl der Neukunden erreicht via Social Media

Die Click-Through-Rate („Durch­klickrate“) ist ein klas­si­scher KPI zur Erfolgs­messung im Online Marketing. Auch im Bereich Social Media ist diese Leis­tungs­kennzahl von Bedeutung. Sie eignet sich ins­be­sondere für Postings, die einen Link enthalten, der auf eine Webseite oder Lan­dingpage führt. Die CTR misst, wie viele Personen einem Call-to-Action folgen und auf den Link in einem Social Media-Beitrag klicken. Anhand dieser Kenn­zahlen und Metriken lassen sich unter anderem Schlüsse darüber ziehen, wie anspre­chend der Content eines Social Media-Profils ist.

Zur Berechnung der Click-Through-Rate benötigt man die Zahl aller Klicks auf einen Link in einem Post und die Anzahl der Impres­sionen, die ein Post generiert hat:

Click-Through-Rate = (Zahl der Klicks / Zahl der Impres­sions) x 100

Ein KPI, für den zusätzlich ein Google Analytics-Account notwendig ist, ist die Bounce Rate. Ins Deutsche übersetzt spricht man dabei von der Absprungrate. Diese beinhaltet all jene Personen, die auf den Link in einem Beitrag klicken, die Zielseite aber ohne Aktion wieder schließen.

FACT

Eine hohe Bounce Rate kann darauf hinweisen, dass die Webseite nicht hält, was der Inhalt des Postings ver­spricht. Eine niedrige Absprungrate bestätigt die korrekte Adres­sierung der Ziel­gruppe in den Sozialen Medien.

Die Conversion Rate ist ein äußerst viel­sei­tiger Key Per­for­mance Indicator, der sich gut zur Messung der Erfolge im Social Media Marketing eignet.

Eine Kon­version im Online Marketing kann viele ver­schiedene Erfolge bezeichnen:

  • Kon­takt­auf­nahme durch einen inter­es­sierten Kunden über eine Lan­dingpage
  • Download eines auf Social Media bewor­benen E-Books
  • Anmeldung zum News­letter
  • Teilnahme an einer Umfrage
  • Und viele mehr

Bei der Messung zur Conversion Optimierung geht es folglich um die Ermittlung, wie viele Personen durch eine Mar­ke­ting­maß­nahme aktiviert werden und dann tat­sächlich dem jewei­ligen Call-to-Action folgen.

Aus dem Reporting der jewei­ligen Social Media-Plattform lässt sich die gesamte Anzahl aller Klicks auf einen Link entnehmen. Wenn eine Lan­dingpage aus­schließlich über diesen Link erreichbar ist, kann die Conversion Rate errechnet werden, indem die Zahl der Klicks auf den Link durch die Zahl der erreichten Con­ver­sions geteilt wird:

Conversion Rate = (Zahl der Klicks / Zahl der Con­ver­sions) x 100

TIPP: Social Media Conversion Rate

Anhand der Social Media Conversion Rate lässt sich ermitteln, wieviele Con­ver­sions alleine durch die Aktivität in den Social Media Platt­formen erreicht wurden. Die Berechnung ist einfach:

Social Media Conversion Rate = (Zahl der Con­ver­sions via Social Media / Gesamte Zahl der Con­ver­sions) x 100

Unter einem Lead versteht man einen poten­zi­ellen Kunden oder Inter­es­senten, der auf das Angebot eines Unter­nehmens auf­merksam wurde und Daten, wie eine E-Mail Adresse, seine Tele­fon­nummer oder andere Infor­ma­tionen für eine Kon­takt­auf­nahme hin­ter­lässt. Dies kann durch dessen aktive Initiative mit der Bitte um Kontakt passieren, oder durch den Download eines kos­ten­losen E-Books. Leads haben eine besondere Bedeutung für ein Unter­nehmen, denn sie ermög­lichen das Kon­tak­tieren einer inter­es­sierten Person und den Verkauf.

Key Per­for­mance Indi­ka­toren zur Erfolgs­messung bei der Lead-Gene­rierung:

  • Anzahl der Leads, die über die sozialen Medien generiert wurden
  • Monat­liche Stei­gerung der Leads, die tat­sächlich zu einer Conversion führen

Für die Erfolgs­messung im Sales-Bereich kann unter anderem die Conversion Rate für die Anzahl an Neukunden oder Bestel­lungen über den Online-Shop her­an­ge­zogen werden. Ähnlich wie bei den Leads kann für die Analyse und Planung des Social Media Mar­ke­tings die Rate an Sales ermittelt werden, die durch die Mar­ke­ting­ak­ti­vi­täten in den sozialen Medien erreicht wurde.

 

Kos­ten­kon­trolle & -effizienz im Social Media Marketing

Nicht nur in Wer­be­an­zeigen oder Ads, sondern auch in die all­ge­meine Betreuung der Social Media-Kanäle wird ein gewisses Budget inves­tiert. Wie kann man her­aus­finden, ob die Kosten effizient verteilt wurden?

Die richtigen KPIs zur Kos­ten­kon­trolle & Effi­zi­enz­messung im Social Media Marketing:

  • Cost per Click (CPC): Wie hoch sind die Kosten für einen Klick auf den Link eines Beitrags? Dabei handelt es sich um das Ver­hältnis zwischen dem inves­tierten Budget und der Anzahl an Klicks - Aus­zu­lesen im Kampagnen-/Ad-Manager
  • Cost per Conversion (CPCO): Wie hoch sind die Kosten für eine Conversion, die über das Social Media Marketing generiert wurde? Je nach Conversion ist dieser KPI sehr schnell oder erst mithilfe von Google Analytics zu ermitteln. Prin­zi­piell wird dafür das für die Kampagne inves­tierte Budget durch die Zahl der erreichten Con­ver­sions dividiert.
  • Cost per Mille (CPM) / Tausender-Kon­takt­preis (TKP): Wie hoch sind die Kosten für 1000 Kontakte mit einer Wer­be­an­zeige? Für den CPM wird das inves­tierte Wer­be­budget durch die Reich­weite geteilt und mit 1000 mul­ti­pli­ziert. Sie ist ebenfalls dem Kampagnen-/Ad-Manager zu entnehmen.
  • Cost per Reach (CPR): Wie hoch sind die Kosten, um mit einer Wer­be­an­zeige 1000 Personen zu erreichen? Die Berechnung erfolgt durch die Division der Kosten durch die gene­rierte Reich­weite. Diese Kennzahl wird im Wer­be­an­zeigen-Manager der Platt­formen Facebook und Instagram angegeben.
  • Cost per Enga­gement (CPE): Wie hoch sind die Kosten für eine Reaktion auf eine Wer­be­an­zeige? Zur Ermittlung teilt man das Wer­be­budget durch die erreichten Reak­tionen.
TIPP: Return on Ad Spend (RoAS)

Analog zum Return on Investment (RoI) lässt sich der Return on Ad Spend (RoAS) ermitteln. Er gibt Auskunft darüber, wie viel Gewinn durch das in Social Media Marketing inves­tierte Wer­be­budget erreicht wurde. Dafür teilt man den erreichten Gewinn durch die inves­tierten Kosten:

Return on Ad Spend = (Erreichter Gewinn / Inves­tierte Kosten) x 100

 

Welcher ist der richtige KPI für die Social Media Erfolgs­messung?

Hier haben wir eine große Anzahl an Key Per­for­mance Indi­ka­toren für die Erfolgs­messung im Social Media Marketing fest­ge­stellt. Welcher ist denn nun der richtige für dein Unter­nehmen?

Der passende KPI ist abhängig von der Ziel­setzung der Mar­ke­ting­kam­pagne. Diese ist wiederum abhängig von der Ziel­setzung des gesamten Off- und Online Mar­ke­tings eines Unter­nehmens, welches durch die über­ge­ord­neten (wirt­schaft­lichen) Ziele bestimmt wird.

 

Social Media Erfolge messen: Wie definiert man einen KPI?

Um das Ziel einer Social Media Kampagne zu defi­nieren sollte zunächst eine umfas­sende Analyse der aktuellen Maßnahmen und Akti­vi­täten durch­ge­führt werden:

  • Welche Social Media-Akti­vi­täten haben wir bisher durch­ge­führt?
  • Welche davon waren besonders erfolg­reich?
  • Welche davon haben nicht das Ergebnis erreicht, das wir uns gewünscht hätten?
  • Was war der Grund für den Erfolg/den Miss­erfolg der bis­he­rigen Social Media-Akti­vi­täten?
  • Wofür bekommen wir positive Rückmeldungen/Feedback von den Followern?
  • Wofür bekommen wir negative Rückmeldungen/Feedback von den Followern?
  • Welches Potential des Social Media Mar­ke­tings haben wir noch nicht genutzt?
  • Welche Schlüsse lassen sich aus den Google Analytics-/Facebook Insights-Daten ziehen?

Auf Grundlage dieser Ergeb­nisse wird eine erste Ein­schätzung getroffen: In welche Richtung soll das Social Media Marketing in Zukunft gehen? Muss zunächst die Reich­weite der Profile ver­größert werden? Soll das Enga­gement der Follower erweitert werden oder ein bestimmtes Angebot kom­mu­ni­ziert werden?

TIPP

Auch eine SEO-Agentur kann euch bei der Analyse und Ziel­de­fi­nition behilflich sein! 😉

Hier erfahrt ihr mehr darüber, wie man eine seriöse Online Marketing Agentur erkennt.

Sobald die Ziel­setzung des Mar­ke­tings fest­gelegt wurde, muss sie korrekt for­mu­liert werden. Dafür eignet sich die SMART-Formel.

Eine Ziel­de­fi­nition muss folgende Vor­aus­set­zungen erfüllen:

  • Spe­zi­fisch: Das gewünschte Ziel muss so konkret und präzise wie möglich definiert sein.
  • Messbar: Ein Ziel muss nicht nur konkret, sondern auch messbar sein, damit überprüft werden kann, ob es auch erreicht wurde.
  • Akti­vierend: Eine Ziel­de­fi­nition muss moti­vierend und vor allem relevant für die über­ge­ordnete Strategie eines Unter­nehmens sein.
  • Rea­lis­tisch: Bei der Defi­nition der Ziel­setzung muss darauf geachtet werden, dass das Ziel auch tat­sächlich erreichbar und rea­li­sierbar ist.
  • Ter­mi­niert: Schon während der Planung der Mar­ke­ting­kam­pagne muss ihr Abschluss durch ein Datum/einen Zeitraum definiert werden.

Mithilfe der korrekten, SMARTen Ziel­de­fi­nition fällt auch die Ent­scheidung für den richtigen KPI leicht!

Beratung Social Media Marketing

 

Dos & Don’ts bei der Ziel- & KPI-Defi­nition

Don’tWir wollen mit Social Media Marketing mehr Neukunden gene­rieren.
DoBis zum Ende des zweiten Quartals des Jahres 2020 wollen wir mithilfe einer Facebook Ads-Wer­be­kam­pagne 20 % mehr Leads erreichen.
KPIz.B. Anzahl der Leads, die durch Social Media Marketing erreicht wurden

 

Don’tWir brauchen mehr Follower für unser Instagram-Profil.
DoIm Laufe der nächsten sechs Monate steigern wir die Reich­weite der Beiträge auf unserem Instagram-Profil um 50 %.
KPIz.B. Messung und Doku­men­tation der Reich­weite einzelner Postings im Zeit­verlauf

 

Don’tUnsere Beiträge brauchen mehr Likes.
DoBis Ende August steigern sich die positiven Reak­tionen auf unsere Beiträge auf der Social Media-Plattform Facebook um 50 %.
KPIz.B. Applause-Rate

 

TIPP: Nach der Kampagne ist vor der Kampagne

Sobald der Zeitraum für eure SMARTe Ziel­de­fi­nition abge­laufen ist, bedeutet das nicht, dass sofort mit der nächsten begonnen werden kann. Nehmt euch Zeit, die ver­gangene Kampagne zu eva­lu­ieren und filtert daraus die Do’s und Don’ts für das nächste Mal.

 

Welches Tool für die Social Media Erfolgs­messung?

Die gängigen Social Media Platt­formen Facebook, Instagram, Pinterest, Twitter, Youtube und TikTok verfügen über inte­grierte Ana­ly­se­tools, deren Daten zwar ein­ge­schränkt aber dafür kostenlos sind. Für den Anfang reichen sie pro­blemlos aus.

  • Facebook Insights: Verfügbar für Unter­nehmen, sobald die Zahl der Follower über 30 steigt.
  • Instagram Insights: Für Business-Accounts über die App nutzbar.
  • Youtube Analytics: Für alle offen, die ein Video hoch­ge­laden haben.
  • Pinterest Analytics: Für jeden Business-Nutzer verfügbar.
  • Twitter Analytics: Steht sowohl Unter­nehmen als auch Ein­zel­per­sonen offen.
FACT

Bei Google Analytics handelt es sich zwar um ein all­ge­meines Web­ana­ly­setool, aller­dings liefert es eine gute Übersicht darüber, welche Social Media-Platt­formen für wie viel Traffic auf der eigenen Webseite ver­ant­wortlich sind.

Alter­native Tools für Analyse, Moni­toring und Erfolgs­messung im Social Media Marketing sind kos­ten­pflichtig. Der Preis lohnt sich, sobald ein gewisser Einblick und Erfahrung in der Arbeit mit Key Per­for­mance Indi­ka­toren und deren Optimierung gewonnen wurden.

Diese Ana­ly­se­tools wurden für das Social Media Marketing ent­wi­ckelt:

  • Brand24: Mit Brand24 lassen sich indi­vi­duelle Keywords und Erwäh­nungen auf Social Media Platt­formen sowie im Web tracken und ana­ly­sieren.
  • Brand­watch: Mit diesem Tool lassen sich Daten von sozialen Medien aber auch aus dem Web kom­bi­nieren und mit belie­bigen Key Per­for­mance Indi­ka­toren über­wachen.
  • BuzzSumo: Eignet sich ins­be­sondere für die Facebook-Analyse und Optimierung.
  • Cyfe: Ermög­licht das Zusam­men­stellen von mehreren Widgets über ver­schiedene Social Media Platt­formen zu einem Dashboard.
  • Fanpage Karma: Dabei handelt es sich um ein umfang­reiches Tool für das Social Media Moni­toring, das neben der Analyse, der Redak­ti­ons­planung und der Content-Recherche auch auto­ma­ti­sierte Reportings erstellen kann.
  • SparkToro: Ein über­sicht­liches Tool zur Ziel­gruppen-Analyse.
  • SumAll: Wie der Name schon verrät, können bei diesem kos­ten­losen Tool ver­schiedene Social Media-Accounts und Kanäle mit­ein­ander ver­glichen und Zusam­men­hänge zwischen den Metriken und Kenn­zahlen fest­ge­stellt werden.
  • Vizia: Dieses Moni­toring-Tool ist in der Lage, Daten aus den ver­schie­densten Quellen zusam­men­zu­fassen und visuell anspre­chend dar­zu­stellen.

 

Fazit: To Dos für erfolg­reiches Social Media Marketing

Das Social Media Marketing ist ein weit gefasstes Feld, das viel Potenzial ver­spricht. Mit einer kri­ti­schen Analyse, einer korrekten Ziel­de­fi­nition und der richtigen Strategie lässt sich positiver Output für Unter­nehmen erreichen. Die abschlie­ßende Eva­luation einer Kampagne liefert aus­sa­ge­kräftige Infor­ma­tionen für die Zukunft.

Für die Erfolgs­messung im Social Media Marketing bieten sich zahl­reiche ver­schiedene Key Per­for­mance Indi­ka­toren oder Leis­tungs­kenn­zahlen an. Wer eine Liste „aller“ Social Media KPIs ver­spricht, der lügt. Key Per­for­mance Indi­ka­toren sind so indi­vi­duell wie jedes einzelne Unter­nehmen, das sie einsetzt. Daher muss eine Marketing-Kampagne dif­fe­ren­ziert und detail­liert aus­ge­ar­beitet werden, um tat­sächlich erfolg­reich zu sein.

Hier noch einmal die To Dos für die effi­ziente Erfolgs­messung im Social Media Marketing:

  • Für den Einstieg eine umfas­sende Analyse der aktuellen Akti­vi­täten durch­führen.
  • Anhand der Ergeb­nisse eine spe­zi­fische, messbare, akti­vie­rende, rea­lis­tische und ter­mi­nierte Ziel­setzung defi­nieren (SMART!).
  • Die Ziele des Social Media Mar­ke­tings an den über­ge­ord­neten Ziel­set­zungen des Mar­ke­tings sowie den wirt­schaft­lichen Zielen des Unter­nehmens ori­en­tieren.
  • Anhand der Ziel­de­fi­nition die richtigen Metriken, Kenn­zahlen und schließlich KPIs auswählen.
  • Die Planung, Ziel­setzung und die Gründe für die Auswahl der Kennzahl dem gesamten Team kom­mu­ni­zieren.
  • Die Marketing-Kampagne planen & durch­führen.
  • Während der Kampagne regel­mäßig die Ent­wicklung der KPIs checken und je nach Zeitraum regel­mäßig Reportings erstellen.
  • Nach dem Ablauf des Zeitplans prüfen, ob die Ziel­setzung erreicht wurde und ein abschlie­ßendes Reporting erstellen.
  • Die gesamte Kampagne eva­lu­ieren und reflek­tieren: Was hat gut funk­tio­niert? Was sollten wir nächstes Mal anders/besser machen?

 

Kos­tenlose Check­liste: Die besten KPI für die Erfolgs­messung im Social Media Marketing

Download Checkliste Social Media KPI